Was blüht denn da?

“Vom Eise befreit, sind Strom und Bäche…” – ach nee, die Abfallhaufen am Wegesrand. Sind Sie Ihnen auch schon aufgefallen bei Ihren ersten Sonnen-Spaziergängen? Manche Mitbürger suchen wohl den einfachsten Weg, sich ihres Mülls zu entledigen. Und auch Gartenabfälle sind Müll, zumindest macht das Recht da keinen Unterschied. Pflanzliche Abfälle aus privaten Haushalten müssen dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger überlassen werden, wenn sie nicht auf dem Grundstück auf dem sie angefallen sind, verwertet werden können.

Manch einer meint, das ist ja Natur, also kann ich es da auch wieder entsorgen. Doch falsch gedacht: Eine Überdüngung mit Laub zum Beispiel stört den Nährstoffgehalt der Böden nachhaltig. Pflanzen und Brennnesseln breiten sich viel deutlicher aus. Andere Pflanzen hingegen könnten infolge des erhöhten Nährstoffgehaltes verschwinden. Die Folgen sind Gärung und Fäulnisbildung, vor allem bei Rasenschnitt. Der natürliche Nährstoffkreislauf ist gestört.
Werden Abfälle illegal abgelagert, so muss der Grundeigentümer diese entfernen. Die Kosten gehen dann meist zu Lasten der Staats- und Gemeindekassen, d.h. der Steuerzahler kommt dafür auf.
Aus einer eventuell einmaligen Ablagerung solchen Materials wird zudem häufig Gewohnheit oder Nachbarn schließen sich diesem Fehlverhalten an.
Im Übrigen kann die illegale Entsorgung von pflanzlichen Abfällen mit bis zu 1500 € Bußgeld geahndet werden. Wers nicht glaubt, schaut selbst nach: Umwelt-Bußgeldkatalog 2017, Sachsen.
Die preiswertere und moralisch nicht zu beanstandende Methode sich des Gartenmülls zu entledigen, wäre die Fahrt zum Wertstoffhof, zum Beispiel nach Brandis. Dort kostet der m³ nur 5 €. Dann macht auch der kommende Osterspaziergang wieder Spaß…   -sj

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