Zweifelderhalle Borsdorf: Sportgeräte ja, Entgeltsatzung (erstmal) nein.

Die künftige Zweifelderhalle stand in der vergangenen Woche wieder einmal auf der Tagesordnung des Borsdorfer Gemeinderates. Genauer gesagt zweimal, denn neben der Vergabe eines Auftrages zur Lieferung beweglicher Sportgeräte sollte auch die künftige Benutzungs- und Entgeltordnung für die Halle (und für die Turnhalle in Panitzsch sowie den Sportplatz Borsdorf) beschlossen werden.

Letzterer Punkt sorgte für ungewöhnlich gut gefüllte Zuschauerplätze, denn auf die Borsdorfer Sportvereine kommen mit der neuen Regelung nach Jahren der kostenlosen Nutzung der Sportstätten nerhebliche Belastungen zu. Um diese zu lindern, sollen ortsansässige Vereine künftig eine 75prozentige Sportförderung durch die Gemeinde erhalten. Doch einerseits summieren sich auch die verbleibenden 25 Prozent auf vierstellige Beträge, die die Vereine aufbringen müssen. Andererseits hat die Förderung einen steuerlichen Pferdefuß: Die Gemeinde berechnet die Nutzungsentgelte zzgl. Umsatzsteuer, während die Förderung umsatzsteuerfrei erfolgt, die 19prozentige Steuer der Gemeinde also verlorengeht. Da ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofes einen Weg aus diesem Dilemma aufzeigt, wurde der Beschluss über die Nutzungs- und Entgeltordnung von der Tagesordnung genommen, um die Anwendbarkeit dieses Urteils auf Borsdorf prüfen und die Satzung ggf. anpassen zu können.

Einstimmig beschlossen wurde hingegen die Vergabe des Auftrages zur Lieferung beweglicher Sportgeräte an die Sportco GmbH aus Hagen. Zwei Bieter hatten nach einer vorangegangenen, erfolglosen Ausschreibung Angebote abgegeben. Der Auftrag hat ein Volumen von rund  62.000 Euro inkl. Umsatzsteuer. Ursprünglich waren die Kosten für die Geräte mit rund 38.000 Euro netto deutlich niedriger geschätzt worden. Nach Rücksprache mit Gymnasium, Sportvereinen und Volksolidarität wurde ein Mehrbedarf deutlich, so dass die Schätzung nun auf ca. 53.000 Euro netto lautete. U.a. hatte eine TÜV-Kontrolle des Bestandes ergeben, dass verschlissene Altgeräte ersetzt werden müssen. Außerdem steht im Sportunterricht des Gymnasiums auch Judo auf dem Programm, sodass passende Matten benötigt werden. Der Lieferauftrag umfasst zudem Geräte, die für den Vereinssport genutzt werden, so z.B. fünf neue Tischtennisplatten. Ungeachtet der Nutzung durch Schule bzw. Vereine bleiben die Geräte jedoch im Eigentum der Gemeinde.     -ad

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