Park in Panitzsch bleibt wegen Rußrindenkrankheit vorerst gesperrt

In Sachsen werden immer wieder Ahornbäume von der Rußrindenkrankheit befallen. Eine Pilzart, die auch für den Menschen gefährlich ist. Nun ist diese Krankheit auch an Panitzscher Ahornbäumen festgestellt worden. Der Gemeindeverwaltung liegen die Untersuchungsergebnisse des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie vor, die den Befall von Ahornbäumen mit der Rußrindenkrankheit bestätigen. Aufgrund der Gesundheitsgefährdung hat die Kommune schnell reagiert und den gesamten Park gesperrt. “Betroffen sind mindestens 20 Bäume. Aber das ganze Ausmaß lässt sich erst erkennen, wenn eine Firma gefunden ist, die die Bäume abträgt” so Tino Doberenz, verantwortlicher Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Derzeit werden Angebote eingeholt, es sind mit Kosten von mehreren Tausend Euro zu rechnen.

Park in Panitzsch

Insbesondere nach dem Trockensommer 2018 muss mit einer Zunahme dieser Ahornkrankheit gerechnet werden. Anfangs zeigen sich bei der Rußrindenkrankheit auf der Ahornrinde ein dunkler Pilzbelag sowie Schleimflussflecken am Stamm. Dazu kommt es zu Nekrosen an Rinde und Kambium. In der Folge welken zunächst die Blätter einzelner Äste, später stirbt der gesamte Baum ab. Bei toten Bäumen blättert an der Stammbasis die Borke ab und zum Vorschein kommen schwarze Sporenlager, deren Sporen sich durch die Luft oder auch über den Regen verbreiten.

Der Kontakt mit dem Sporenstaub sollte möglichst vermieden werden: Beim Einatmen der Sporen der Rußrindenkrankheit kann es zu einer heftigen allergischen Reaktion kommen, bei der sich die Lungenbläschen entzünden. Bereits wenige Stunden nach dem Kontakt mit der Ahornkrankheit zeigen sich Symptome wie Reizhusten, Fieber und Schüttelfrost. Manchmal tritt sogar Atemnot auf. Glücklicherweise verschwinden die Beschwerden nach einigen Stunden wieder, selten halten sie sich mehrere Tage oder Wochen.

Sandra Jostes

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