Igefa-Team im Umzugsstress: Alles muss nach Panitzsch!

Die Tage der Igefa Leipzig GmbH & Co. KG in Gerichshain sind gezählt: Der 11-Mio-Euro-Neubau im Gewerbegebiet Panitzsch ist (fast) fertiggestellt. Am 21. Januar 2018 werden die Igefa-Lkw statt von Gerichshain aus von Borsdorf zu den Kunden in der Region rollen.

Doch zuvor steht für die 74 Mitarbeiter des Unternehmens der Umzug an. “Ich bin bereits seit dem 20. Dezember am neuen Standort”, berichtet Betriebsleiter Sven Hinneburg. Von seinem Büro aus blickt er auf die fertiggestellte Halle mit den insgesamt 8000 Stellplätzen für Europaletten, aber auch auf noch unfertige Außenanlagen. Vor seiner Bürotür sind derzeit noch Handwerker mit den letzten Arbeiten im Innenbereich beschäftigt. “Aber das wird schon”, erklärt er. “Und ab dem 16. Januar ziehen wir um.”

Umziehen, das heißt im Fall von Igefa, dass fast 5.000 Paletten aus dem alten Lager in Gerichshain auf elf Lkw verladen und zum neuen Standort gefahren werden müssen. Das heißt auch, dass während des Umzugs von 6 Uhr morgens bis gegen Mitternacht gearbeitet werden muss, um das Mammutprojekt zu stemmen. “Dahinter steckt ein enormer organisatorischer Aufwand, denn schließlich leben wir ja in Deutschland”, macht Sven Hinneburg schmunzelnd deutlich. “Es müssen genaue Schichtpläne aufgestellt werden, um die zulässigen Arbeitszeiten nicht zu überschreiten. Und auch wenn unsere Lkw beim Umzug jeweils nur wenige Kilometer zurücklegen, brauchen sie für den Sonntag eine Ausnahmegenehmigung.”

Obwohl der Betrieb derzeit noch von Gerichshain aus abgewickelt wird, hat Sven Hinneburg seit seinem “Umzug” jede Menge Besuch von seinen Mitarbeitern bekommen. “Die meisten haben bereits die Gelegenheit genutzt, sich den neuen Standort anzuschauen; das Interesse ist sehr groß und die Begeisterung zu spüren.”

Das neue Lager ist auf Effizienz und kurze Wege ausgelegt, um die zunehmende Zahl der Lieferaufträge bewältigen zu können. Auf insgesamt 19.000 Artikelstellplätzen wird in Panitzsch ein riesiges Artikelsortiment zur schnellen Auslieferung vorrätig gehalten. Neu konzipiert und auf Zuwachs ausgelegt wurde das Kleinteillager im Obergeschoss. Hier gepackte Bestellungen gelangen per “Paternoster” in die Auslieferung, sodass viele Wege entfallen. Der Verwaltungstrakt präsentiert sich als moderne Bürowelt in zeitgemäßem Design. Außerdem stehen Räume unterschiedlicher Größe für Besprechungen, Schulungen und andere Veranstaltungen zur Verfügung.

Noch sind die Regale am neuen Standort (fast) leer. Doch ab Mittwoch werden hier tausende Paletten eingestapelt. Fotos: André Dreilich

Besuch gab es kürzlich auch von Kameraden der Feuerwehr. Gemeindewehrleiter Frank Seidel (zugleich Ortswehrleiter in Panitzsch), Tilo Melzer als Borsdorfer Sachbearbeiter Brandschutz und Zweenfurther Ortswehrleiter sowie Jens Beckmann als Ortswehrleiter von Borsdorf nahmen den Neubau eingehend unter die Lupe und schauten zum Erstaunen des Betriebsleiters auch in die verborgensten Winkel, um sich ein Bild vom Gebäude zu machen.

Sogar einen kleinen Test-Umzug gab es schon. In Trebsen wurde ein bisher genutztes Außenlager mit 600 Paletten aufgelöst und nach Panitzsch verlegt. “Insgesamt haben wir jetzt schon um die 1.000 Paletten in den Hochregalen, aber die fallen in der großen Halle kaum auf”, erklärt der Betriebsleiter. Selbst nach dem kompletten Umzug werden die Hochregale und das Kleinteillager noch Platzreserven bieten.

Wer ein Vorhaben dieser Größen stemmt, hört gelegentlich auch das Wiehern des Amtsschimmels. Um ein Beispiel gebeten, muss Sven Hinneburg nicht lange überlegen. “Wir haben im Außenbereich einen großen Wassertank für die Sprinkleranlage”, berichtet er. “Ich bin viel unterwegs, habe deutschlandweit aber noch keinen einzigen Tank dieser Art gesehen, der begrünt wird wie unserer.” Und so wird künftig neben der Igefa-Halle ein imposanter grüner Zylinder stehen, indem das Löschwasser darauf wartet, hoffentlich nie eingesetzt zu werden. A. Dreilich

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