Dreimal NEU: neue Stellvertreter-Leiterin in Panitzscher Kita, neuer Haushalt für 2020/21 beschlossen und neue Diskussion um Reitwege im Zweenfurther Wäldchen

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie fand auch die 6. öffentliche Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch in der Grundschule Panitzsch statt. Die notwendigen großen Abstände sorgten jedoch dafür, dass einerseits die Fragen aus dem Publikum für einige Gemeinderäte schlecht verständlich sowie manche Diskussion der Gemeinderäte von den interessierten Bürgern nur schwer zu verfolgen waren. Ein Mikrofon hätte Abhilfe schaffen können – vielleicht beim nächsten Mal. Zeit zur Vorbereitung wäre genug, der Gemeinderat geht bis Ende September in die Sommerpause.

Und in der letzten Sitzung mussten die Gemeinderäte noch ordentlich was abarbeiten. Insgesamt 15 Punkte standen auf der Tagesordnung. Nachdem die Kita “Parthenflöhe” in Panitzsch im Frühjahr bereits mit Andrea Zellin eine neue Chefin bekommen hat (Parthengezwitscher berichtete) bestimmten die Gemeinderäte nun auch eine neue Stellvertreterin – und zwar einstimmig: Anett Schinköth wird diesen Posten zum 01.08. übernehmen. Außerdem gab der Gemeinderat – auch hier einstimmig – “Grünes Licht” für die Haushaltssatzungen 2020 und 2021. Unter anderem plant Kämmerin Ramona Fischer mit Gewerbesteuereinnahmen von 2 Millionen Euro pro Jahr. Der geschätzte “Corona”-Verlust an diesen Einnahmen beläuft sich auf etwa 145.000 Euro.

Insgesamt waren sich die Gemeinderäte in vielen Punkten einig. Größeren Diskussionsbedarf gab es allerdings beim Thema Reitwege. Dazu hatten die Gemeinderäte Birgit Kilian, Michael Kling, Florian Krahmer, Professor Rudolf Rübsamen, Renate Schlegel und Tobias Uhlmann eine allgemeine Aussprache beantragt. Hintergrund war eine Allgemeinverfügung des Landkreises zur Ausweisung von Reitwegen im Wald vom Frühjahr. Betroffen davon ist das Zweenfurther Wäldchen. Öffentliche Waldwege dürfen von Jedermann benutzt werden – auch von Reitern. Es sei denn, es gibt ausgewiesene Reitwege. Dazu gab es auch mehrere Termine mit der Forstbehörde. Allerdings war die Gemeinde bei dem gesamten Verfahren nicht mehr eingebunden. Und auch die Kommunikation zwischen Verwaltung und Rat zu diesem Thema wurde kritisiert. Bei der Debatte kam zum Ausdruck, dass der Wald von Spaziergängern, Joggern und Reitern gleichermaßen genutzt werden soll – ohne dass man sich gegenseitig in die Quere kommt. Um das zu gewährleisten, sollen sich alle Beteiligten – wie Waldeigentümer, Jäger, der Heimatverein und die Gemeinderäte – miteinander treffen und nach einer Lösung suchen.

Bürgermeisterin Birgit Kaden informierte zu den verschiedenen “Groß-Baustellen” in der Gemeinde: die Leipziger Straße, in der die AZV-Parthe Trinkwasserleitungen verlegt, bleibt wegen ungeplanten Schwierigkeiten bis April 2021 gesperrt. Lediglich bis Ende Juli ist die Ortsdurchfahrt Cunnersdorf bis zur B6 dicht. Und auch die Baustelle in der Güterladestraße kommt so langsam zum Ende, hier sollen bis Mitte August die Arbeiten erledigt sein.

Foto und Text: Sandra Jostes

Schreibe einen Kommentar