Bombendrohung im BTZ

Heute Morgen drohte ein Unbekannter im Borsdorfer BTZ (Bildungs- und Technologiezentrum) mit einem Anschlag. Mit einem Großaufgebot rückte die Polizei an, sperrte Straßen ab und evakuierte die Schüler. Der Penny-Markt-Parkplatz ist derzeit gesperrt, die Polizei-Einsatzfahrzeuge nutzen den Platz als Sammelstelle. Aktuell wird das BTZ-Gebäude durch Spezialkräfte intensiv durchsucht. Parthengezwitscher wird weiter informieren…   -sj

update 14.10 Uhr: Die sächsische Polizei ist nach eigener Aussage mit mehr als 100 Beamten einschließlich SEK vor Ort und durchsucht das gesamte BTZ nach Sprengstoff. Wie nicht zu überhören war, wurden bei der Suche nach dem mutmaßlichen Täter auch Hubschrauber eingesetzt. Bislang ohne Erfolg. Die evakuierten Berufsschüler sind nach Polizeiangaben in der Borsdorfer Grundschule untergekommen.

update 14.25 Uhr: Die Bundespolizei Pirna ist im Einsatz. Die Beamten unterstützen ihre Kollegen bei der Durchsuchung des BTZ.

update 15.00 Uhr: Auch wenn’s verrückt klingt … was, wenn alles eine Übung ist?

update 16.15 Uhr: Rund ums Borsdorfer BTZ geht nach wie vor beinahe nichts mehr. Die Ampelkreuzung Leipziger Straße/ Panitzscher Str. bzw. Steinweg (“Pennykreuzung”) ist gesperrt. Fußgängern wird der Zugang zum Steinweg verwehrt. Von der B6 her und aus Richtung Zweenfurth stauen sich Lkw, die nicht weiter kommen. Zu Verkehrseinschränkungen kommt es auch auf der B6. Auch wenn es kleinere Schleichwege gibt,  am besten Borsdorf weiträumig umfahren.

update 16.55 Uhr: Das BTZ nimmt seinen Betrieb wieder auf. „Gerade für unsere Schüler und Azubis war diese erste Erfahrung mit angedrohter Gewalt schockierend“, sagte Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. „Die Handwerker der Stadt Leipzig und der Landkreise Leipzig und Nordsachsen empfinden Wut und Abscheu angesichts dieses Angriffs auf unser Bildungs- und Technologiezentrums“. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, und der Landrat des Landkreises Leipzig, Henry Graichen, schließen sich der Meinung aus dem Handwerk an. Das Handwerk bedankt sich ausdrücklich bei der Polizei und den Ordnungskräften, welche besonnen gehandelt haben und die Bedrohungslage souverän meisterten. Die Sicherheitspartnerschaft, welche zwischen der Polizei und den Handwerksunternehmen seit einigen Monaten offiziell besteht, hat sich in einer schwierigen Bedrohungslage bewährt.

update 17.15 Uhr: Die Polizei sucht Zeugen, die am heutigen 8. Februar 2017 im Zusammenhang mit der Bombendrohung am BTZ Borsdorf etwas beobachtet haben. Insbesondere geht es um Informationen über den Mann, der nach Angaben zweier Schüler gesagt haben soll, dass er eine Bombe im Rucksack habe. Diese Person wurde durch die Schüler wie folgt beschrieben:

* ausländische Person – südländischer Typ
* scheinbares Alter 30 – 35 Jahre
* Größe ca. 180 cm groß
* schwarze Haare, dunkler Bart
* bekleidet mit schwarzer Jacke, dunkler Hose, grauer Mütze
* hatte schwarzen Rucksack bei sich

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Tatvorwurfs der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (Ber)

update 19.48 Uhr: Außer Spesen nicht gewesen. Die sächsische Polizei twittert, dass Feierabend ist. Sprengstoff wurde nicht gefunden, die verdächtige Person auch nicht. Was einerseits eine gewisse Logik hat, denn sollte es die Person samt Rucksack mit Sprengstoff gegeben haben, hing letzterer an ersterer und ohne Person kein Sprengstoff. Wech is wech. Andererseits bleibt die Frage offen, ob es den dunkelbärtigen südländischausländischen Rucksackträger tatsächlich gegeben hat oder nicht. Aber das zu klären, ist Sache der Besten der Besten der Besten.

Ein PS des updatenden Schreiberlings: Allen am Einsatz beteiligten Polizisten, den Kameraden der FFW und allen Nichtgenannten herzlichen Dank für ihr Engagement. Und an die netten MPi-TrägerInnen im Steinweg: Der nervende undercover-Jogger sagt “sorry” fürs fortgesetzte Durchdieabsperrungrennen.     -ad

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