Blühwiesen hier, Unrat und Vandalismus da

Englischer Rasen war gestern, der Trend geht zur “Blühwiese”. Um das Ortsbild weiter attraktiv und ökologisch zu gestalten, hat die Gemeindeverwaltung (noch zur Amtszeit von Ludwig Martin, Bürgermeister a.D.) angeordnet, Blumenwiesen anzulegen. An der Borsdorfer Zweifeldsporthalle und in der Blumensiedlung in Panitzsch sind die ersten Erprobungen zu bewundern.

Leider werden diese schönen Flächen von Abfallbergen bis hin zu kleinen Mülldeponien überschattet. Wie der Bauhof der Gemeinde berichtet, nimmt die Zerstörung und die illegale Ablagerung von Müll im Gemeindegebiet stetig zu. An Papierkörben, an Bänken, an Bushaltestellen, sogar auf Spielplätzen werden nahezu wöchentlich erhebliche Schäden verursacht. Diese zu beheben, kosten viel Zeit und Geld.

Auch das illegale Ablagern von Grünabfall oder Erdaushub ist kein Kavaliersdelikt und ist besonders bedenklich für die Natur, da Schadstoffe in den Abfällen vorhanden sein können, die die Umwelt belasten. Zudem ist es möglich, dass diese giftigen Stoffe in das Grundwasser sickern und Gewässer verschmutzen. Manchem Bürger scheint es nicht bewusst zu sein, dass es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. In Sachsen kann dies mit bis zu 1.500 Euro laut Bußgeldkatalog geahndet werden. Gartenabfälle nimmt z.B. der Wertstoffhof Brandis im Gewerbegebiet Beucha kostengünstig entgegen.

Die Gemeindeverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, “unseren schönen Ort sauber und ordentlich zuhalten. Unterstützen auch Sie ein gepflegtes Ortsbild und kommen Sie bitte Ihren Anliegerpflichten nach. Damit leisten Sie schon einen großen Beitrag für uns alle.”

Sandra Jostes
Fotos: Gemeinde Borsdorf, Sandra Jostes

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