Am zweiten Tag brannte die Luft: 16. Borsdorfer Parthenfest auf Rekordkurs

Der Sonnabend ist traditionell der Familientag beim Borsdorfer Parthenfest auf der alten Panitzscher Trabrennbahn. So war’s auch am 10. September 2016 bei der nunmehr 16. Auflage des Festes. Wobei: Eine Besonderheit gab es schon … das Wetter machte den Hochsommer noch einmal flott; bei blauem Himmel gab es Sonnenschein satt und Temperaturen an die 30 Grad. Rekordverdacht! Apropos Rekord: Auch die Besucherzahl war rekordverdächtig und zeigte, dass das Parthenfest in Regie der Gemeinde Borsdorf ein echter Straßenfeger ist.

Die Hitze sorgte am frühen Nachmittag für einen ersten Härtetest bei allen, die ins Festzelt gekommen waren, um den gemeinsamen Auftritt des Borsdorfer Parthenchores und der Musikschule Fröhlich unter Leitung von Thomas Heiter zu erleben. Akteure und Zuschauer trotzten – gemeinsam schwitzend – der Hitze. Für das fast einstündige Programm gab es viel Applaus und so mancher staunte, welch Talente in der Gemeindeverwaltung Borsdorf sowie Schule und Kitas schlummern.

Auf dem Festgelände gab es den ganzen Tag jede Menge Abwechslung. Neben den “üblichen” Rummelvergnügungen präsentierten kommunale Einrichtungen sowie Vereine ihre Angebote. Zahlreiche Kinder nutzten die Möglichkeit, sich zu Froschkönig & Co. schminken zu lassen oder zu basteln. Gefragt waren auch die riesigen Sonnenschutzpapierhüte, die mit Packband und einigen Handgriffen aus einer Leipziger Lokalzeitung  hergestellt wurden … (So gefragt war die LVZ auf dem Parthenfest wahrscheinlich noch nie … als Sonnenschutz kann das Parthengezwitscher leider nicht dienen)

Ein wenig Abkühlung gab’s bei der Feuerwehr, denn dort konnten Kinder mit leidlich kühlem Nass spritzen, aber auch heiße Feuerwehrtechnik anschauen. Die Panitzscher Ponyreiter luden zum Rundritt auf der Trabrennbahn, das Pferdegespann der Firma Hilbert drehte seine Runden durch den Ort … und die Mitfahrenden freuten sich übers schattenspendende Verdeck.

Beim Gewerbeverein Borsdorf-Parthenaue galt es, Geschicklichkeit und Fingerspitzengefühl zu beweisen, um beim Bierkrugschieben ordentlich punkten zu können. Wenige Schritte weiter ging es am Nachmittag hoch her, als im Auftrag der Gemeindeverwaltung herren- bzw. damenlose Fahrräder versteigert wurden. Darunter gab es so manches Schnäppchen, denn wer z.B. eine “olle Schmette” für einen Euro ersteigert, kann wirklich nichts falsch machen … vor allem dann, wenn die dazugehörende Klinge noch intakt ist.

Die Leipziger Communalgarde präsentierte sich mitten im sonnabendlichen Festgetümmel mit einem Schießstand, an dem per Armbrust der Borsdorfer Bürgerschützenkönig ermittelt wurde. Dabei setzte sich am Ende das “schwache Geschlecht” durch, mit einem Meisterschuss holte sich Frau Miersch den Titel und ließ die Männerwelt alt aussehen.

Im Tribünengebäude buhlten gleich zwei Ausstellungen zur Ortsgeschichte um die Gunst der Besucher. Heimatforscher Gerhard Otto präsentierte Tafeln zur Tankstellen- und Postgeschichte in Borsdorf, das Heimatmuseum unter Leitung von Christoph Eckelt zeigte aus Anblass des 20jährigen Bestehen der Einrichtung einen Querschnitt seiner Tafeln zur Ortsgeschichte. Urpanitzscher Reinart Grummich war dabei ein gefragter Erklärer und Gesprächspartner.

Am späten Nachmittag verzauberten die Tänzerinnen der Tauchaer Showgruppe “Wellness und Tanz” die Zuschauer im Festzelt mit ihrem farbenfrohen und temporeichen Programm, das von Bauchtanz bis Zumba reichte. Während die Damen sich unter viel Applaus auf den Brettern des Festzeltes schafften, kündigte sich auf der Bühne schon der nächste Programmpunkt an: Die “OldieLiveBand” baute auf und ließ das Zelt bis weit in die Nacht hinein beben.

Was? Sie haben das alles verpasst? Dann schnell noch los zum Festgelände auf der Panitzscher Trabrennbahn. Am heutigen 11. September geht’s weiter.   -ad

 

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