All inclusive: Kameraden aller drei Ortswehren proben in Borsdorf den heißen Ernstfall

Na, sind Sie am Samstagmorgen auch unsanft geweckt worden? Kein Grund zum Jammern, denn schließlich konnten Sie sich ja nochmal rumdrehen und weiterschlafen, als gegen 7.40 Uhr die Sirenen heulten. Für die Kameraden der drei Borsdorfer Ortswehren war der Morgen dagegen gelaufen, denn sie wurden zum Einsatz gerufen. Auf der Alten Leipziger Straße hatte es einen schweren Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gegeben.

Zunächst war durch die Leitstelle nur die Borsdorfer Ortswehr alarmiert worden. Am Ort des Geschehens angekommen, erkannten die Kameraden das ganze Ausmaß des Unfalls. Daraufhin wurden weitere Kräfte alarmiert, sodass wenig später auch die Ortswehren von Zweenfurth und Panitzsch eintrafen. Für die Kameraden hatte es der Einsatz in sich: Die Zweenfurther rückten unter Atemschutz vor, um zwei brennende Fahrzeuge zu löschen. Zwischenzeitlich bargen die Borsdorfer und Panitzscher Kameraden aus den anderen Fahrzeugen Verletzte und brachten sie aus der Gefahrenzone. Da der Rettungsdienst nicht sofort anrücken konnte, wurden die Verletzten vor Ort erstverorgt, bis die Übernahme erfolgen konnte. Probleme mit Schaulustigen gab es nicht, da der Unfallort auf der Alten Leipziger Straße zwischen Parthenbrücke und früherer B6 ein Stück vom Ort entfernt lag.

Moment mal! Dort ist doch alles gesperrt, die Zufahrt blockiert. Wie kann da ein Unfall mit vier Fahrzeugen passieren? Spätestens an dieser Stelle wird es Zeit für die Wahrheit: Was hier beschrieben und im Bild dargestellt wurde, war eine Einsatzübung, bei der Kameraden der Borsdorfer Ortswehr Regie geführt hatten. Für alle, die “Das Boot” kennen: “Prooobealarm. Nur kein Moos ansetzen.”

Im Vorfeld der Übung hatten Ortswehrleiter Jens Beckmann und seine Mitstreiter viel Zeit investiert, damit auch die berühmten Details stimmen. Und was bei einem realen Unfall innerhalb weniger Sekundenbruchteile passiert, nahm als Übungsszenario locker eineinhalb Stunden in Anspruch. Per Radlader wurden Autowracks zum “Unfallort” geschafft und präpariert, “Verletzte” geschminkt und Dummies in den “Unfallfahrzeugen” platziert. Und auch das Feuer, dem zwei der Fahrzeuge zum Opfer fielen, war fachmännisch gelegt worden, sodass dicke Rauchschwaden in Richtung Borsdorf zogen.

Während die Kameraden im Einsatz schwitzten, achteten die klemmbrettbewehrten Herren Kontrolleti (u.a. Gemeindewehrleiter, Kreisbrandmeister und Stellvertreter) auf die Details. Fazit: Einsatzübung erfolgreich durchgeführt, an ein paar kleineren Mängeln wird gearbeitet. Einige Impressionen von Vorbereitung bis Abschluss der Übung zeigt die folgende Bildgalerie.   -ad

Fotos: André Dreilich

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